Archiv 1913 bis 2008

Helmstedter SV feiert 50-jähriges Bestehen

Mit einer recht veranstaltungsreichen Sportwoche feiert der Helmstedter Sportverein vom 03. bis zum 10. August sein fünfzig jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass wurde die gesamte Sportplatzanlage auf dem Bötschenberg mit einem Kostenaufwand von fast 100.000 DM erheblich erweitert und verbessert. Nicht nur das Hauptspielfeld wurde gründlich überholt, sondern die Schaffung von neuen Wasch-, Umkleide- und Toilettenräumen hat die gesamte Anlage in einen Idealzustand versetzt, so dass sie in Zukunft allen größeren Ansprüchen gewachsen ist. Eröffnet werden die Feierlichkeiten am morgigen Freitag mit einem Festkommers im Quellenhof. Der sportliche Teil beginnt am Sonnabend um 16:30 Uhr mit dem Spiel der Altliga von Eintracht Braunschweig gegen die ehemalige Amateuroberliga-Mannschaft des HSV. Den Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltung wird bereits anschließend das Fußballspiel zwischen der Vertragsligaelf des VfL Osnabrück und der Amateurliga des Helmstedter Sportvereins bringen. Sicherlich werden auch die Tischtennisspiele der deutschen Nationalmannschaft im Feldschlösschen-Saalbau interessant verlaufen, die um 20:30 Uhr beginnen. Neben der ´Schwarz-Weißen-Nacht` und dem Katerfrühstück steht am Montag ein Kinderfest auf dem Programm. Alle übrigen HSV-Mannschaften messen von Dienstag bis Sonnabend der nächsten Woche mit befreundeten Vereinen ihre Kräfte. Am 25.08.1963 bringt der Helmstedter SV die Jubiläumsveranstaltungen mit einer Schwimmveranstaltung zum Abschluss.

Quelle: Helmstedter Kreisblatt

Drucken E-Mail

Helmstedter SV gewann das erste Lokalderby

Das erste Spiel um die Vorherrschaft im Helmstedter Fußball zwischen den beiden Amateurliga-Mannschaften entschied gestern der HSV für sich. Etwa 2.000 Zuschauer waren auf dem TSV-Platz an der Masch Zeuge einer Begegnung, die, wenn auch nicht immer spielerisch und technisch, so doch in kämpferischer Hinsicht überzeugte. Der Sieg des HSV ist verdient, die Mannschaft kämpfte in einem Stil, wie man sie in den bisherigen Spielen nicht sah. Sie ging in dieses Spiel mit der Parole, dass man nichts mehr zu verlieren, sondern nur alles zu gewinnen hat. Die Rechnung ging auf. Der TSV dagegen fand während des gesamten Spieles nie den rechten Zusammenhang und der Sturm operierte viel zu drucklos, um die konsequent deckende Hintermannschaft der Schwarz-Weißen ernstlich in Gefahr zu bringen. Zudem hatten die HSVer in Torwart Schmidt einen ihrer besten Spieler. Ohne Zweifel ging der TSV als Favorit in diese Begegnung. Die letzten Ergebnisse und der Tabellenstand sprachen klar dafür. Aber wieder einmal erwies es sich, dass Lokalkämpfe ihre eigenen Gesetze haben. Rein spielerisch war der TSV nicht einmal viel schlechter als sein Gegner, doch der Drang zum Tor ließ manches zu wünschen übrig. Zum Anderen mangelte es noch recht oft am Verständnis untereinander. Der HSV holte sich mit diesem Erfolg die ersten doppelten Punkte dieser Spielserie. Dass dies zudem noch gegen den Lokalrivalen gelang, macht diesen Sieg um so wertvoller. Auftrieb für die kommenden Spiele dürfte es auf jeden Fall geben. Der TSV sollte aber die Niederlage nicht allzu tragisch nehmen. Man hatte einen schwarzen Tag und vermochte auch eine gewisse Nervosität nicht abzulegen. Zudem traf man auf einen Gegner, der an diesem Tage an Kampfkraft kaum zu überbieten war.

Weiterlesen

Drucken E-Mail

VfL Wolfsburg auf dem Bötschenberg

Das Freundschaftsspiel des HSV gegen die Amateur-Oberligisten des VfL Wolfsburg, das am Sonnabendabend auf dem Bötschenberg den Auftakt zum 48. Stiftungsfest bildete, brachte von beiden Seiten zwar keine überragenden Leistungen, aber das durfte man auch zum Saisonbeginn kaum erwarten. Bei beiden Mannschaften konnten die Abwehrreihen noch am meisten überzeugen, man ließ den gegnerischen Sturm nur selten richtig zur Entfaltung kommen. Technisch hatten die Wolfsburger den Helmstedtern einiges voraus, ohne aber daraus Kapital schlagen zu können, denn die Stürmer schossen herzlich schlecht. Die Helmstedter Fünferreihe muss sich noch zu einer geschlosseneren Leistung zusammenfinden, am Verständnis untereinander haperte es noch. Zu Beginn konnte man noch mit einem torreichen Spiel rechnen, denn bereits in der 5. Minute setzte Sowitzki einen flachen Aufsetzer zum 1:0 für die Schwarz?Weißen ins Netz. Wenn auch die Wolfsburger auf den Ausgleich drängten, so schossen sie doch zu schlecht, um Torwart Brettin, der wieder in guter Form war, ernstlich gefährden zu können. Die Läuferreihe des HSV schickte mit weiten Vorlagen ihren Sturm immer wieder nach vorn, doch kamen die Bälle meist zu hoch, so dass die körperlich stabilere Hintermannschaft des Gegners größtenteils Sieger blieb. Mit flachem Abspiel hätte man sicherlich mehr erreichen können. Eine große Chance, durch einen platzierten Kopfball zum zweiten Treffer zu kommen, wurde von den Helmstedtern knapp vergeben. So blieb dieses eine Tor die ganze Ausbeute der ersten Spielhälfte.

Weiterlesen

Drucken E-Mail

Hannover 96 auf dem Bötschenberg

Der Helmstedter Sportverein konnte Pfingsten mit über 2.000 Zuschauern auf dem Bötschenberg einen Amateurliga-Rekordbesuch verzeichnen. Dass der Helmstedter Sportverein gegen die Vertragsspieler von Hannover 96, dem Deutschen Meister des Jahres 1954, einen schweren Stand haben würde, war von vornherein klar. Entscheidend sollte aber die Schönheit des Spieles sein, die Technik und das, was man von guten Mannschaften sonst in Freundschaftsspielen erwarten kann.

Weiterlesen

Drucken E-Mail

Werder Bremen auf dem Bötschenberg

 Die junge Mannschaft des HSV Helmstedt, nach drei Jahren in der Bezirksklasse wieder in die Amateurliga aufgestiegen, brachte es am Pfingstmontag fertig, Werder Bremen mit 5:3 zu schlagen. Vor mehr als 5.000 Zuschauern am Bötschenberg in Helmstedt wuchsen die HSVer über sich selbst hinaus. Der Sieg kam erst in der letzten Hälfte der zweiten Halbzeit zustande, als die Helmstedter ungestüm angriffen. In diesem Zeitraum fielen fünf der acht Tore des Spiels. Zur Halbzeit noch führte Werder Bremen mit 1:0, und auch den späteren Ausgleich der Helmstedter am Beginn der zweiten Spielhälfte glichen die Bremer recht bald wieder aus. Dann aber drängten die Helmstedter nach vorn, gingen unbekümmert und mit Eifer gegen die Gäste vor und erzielten ein Tor nach dem anderen. Das vorzügliche Bremer Stellungsspiel hatten die Helmstedter schnell begriffen und sich darauf eingestellt. Absonderlich schwache Punkte gab es in der Helmstedter Mannschaft nicht. Sicher, die Bremer waren ihnen, insgesamt gesehen, taktisch und technisch überlegen, aber die Helmstedter spielten mit Herz und Eifer. Ihr bester Mann war ohne Zweifel der junge Torwart Gerhard Brettin. Er hatte weit mehr zu tun als sein Gegenüber llic, und gefährlicher waren die Schröderschen Schüsse als das, was der Helmstedter Sturm auf das Tor setzte. Die Tore fielen: 22. Min. Willmovius 0:1, 48. Min. Vergin 1:1, 50. Min. Willmovius 1:2, 55. Min. Plewka 2:2, 58. Min. Schröder 2:3, 60. Min. Baukus 3:3, 79. Min. Plewka 4:3 und 85. Min. Baukus 5:3.

Quelle: Braunschweiger Zeitung

Drucken E-Mail

Wiener SC auf dem Bötschenberg

Vor 8.000 Zuschauern schlug Arminia Hannover im Karfreitagsspiel auf dem Helmstedter Bötschenberg den Wiener SC verdient mit 3:2 Toren. Das Spiel der Hannoveraner überraschte. Sie standen den Österreichern, die beste Wiener Fußballschule mit blendenden Ballkunststücken vorführten, nicht nach. Flachpass und Kombination waren hervorragend, der hannoversche Eifer aber weit größer. Das gab auch den Ausschlag für den Sieg der Arminen. Ein Treffer von Bertram brachte Hannover das erste Tor. Gleich nach dem Wechsel glänzte Hannovers Rechtsaußen Apel. Innerhalb von zwei Minuten zwei blitzschnelle Flankenstöße und das Ergebnis stand 3:0 für Arminia. Den Auftakt zum Wiener Endspurt gaben zwei überraschende Tore durch den rechten Halbstürmer Gasselich und den Rechtsläufer Stadelmayr.

Quelle: Braunschweiger Zeitung

Drucken E-Mail

Wiener Fußballer in Helmstedt: Begrüßung durch Stadtdirektor

Die Mannschaft des Wiener Sportklubs, die in der Nacht zum Karfreitag nach sechzehnstündiger Fahrt in Helmstedt zum Spiel gegen Arminia Hannover eintraf, wurde in ihrem Quartier, dem Hotel ´Zu den vier Jahreszeiten`, durch Stadtdirektor Gerlach willkommen geheißen. Der Stadtdirektor wünschte den Gästen aus Wien angenehmen Aufenthalt und ein schönes Spiel an der Zonengrenze. Am heutigen Ostersonnabend unternimmt die Mannschaft eine Besichtigungsfahrt an den Grenzübergangspunkt der Autobahn. Nach dem Fußballspiel am Karfreitag fand ein Bankett der Stadt im Hotel Petzold statt. Stadtdirektor Gerlach und Stadtoberinspektor Gehl, der sich um das Zustandekommen des Spiels verdient gemacht hatte, erhielten von einem Mitglied des Wiener Sportklubdirektoriums die Ehrennadel des Klubs überreicht.

Quelle: Braunschweiger Zeitung

Drucken E-Mail

Wiener Fußballschule auf dem Bötschenberg

 Es ist ein Ereignis besonderer, das die Fußballfreunde des Kreises Helmstedt am Karfreitag erwartet, und man darf auch schon mit einem außerordentlichen Besuch auf dem Bötschenberg rechnen. Die Paarung der Wiener mit der Arminia Hannover bringt, das ist sicher, den Genuss eines Fußballspieles, wie es nicht nur in Helmstedt, sondern auch im ganzen Lande Braunschweig selten geworden ist. Stadtverwaltung Helmstedt und HSV Helmstedt haben gemeinsam dafür gesorgt, ein gutes Zeichen enger Zusammenarbeit von Verwaltung und Sport. Beide werden den Gewinn davon haben, der in diesem Fall dem Bau eines Helmstedter Jugendheimes gelten soll. Die Wiener stellen beste österreichische Fußballklasse dar. Sie sind schon einmal Landesmeister gewesen; der Wiener SC ist der Älteste Fußballverein Österreichs und holte sich in den vergangenen Jahren den Vierländerpokal in Brüsseler Spielen gegen englische, französische und belgische Mannschaften. Gegen die norwegische Olympiaauswahl siegten die Wiener 4:3. Wenn Arminia Hannover auch nicht zu den besten norddeutschen Oberligamannschaften zählt, ebenbürtig wird man sein. Die Hannoveraner wird schließlich der Ehrgeiz kitzeln. Vielleicht können sie es Kaiserslautern nachtun, der einzigen deutschen Mannschaft, die bislang gegen die Wiener gewann. Das Spiel am Bötschenberg beginnt am Karfreitag um 15:30 Uhr. Die Ränge des HSV-Platzes sind so erweitert, dass gut und gerne 10.000 Besucher Platz haben. Und die erwartet man am Karfreitag auch m Helmstedt, denn im ganzen übrigen Kreis herrscht durchweg Spielruhe, und aus vielen Orten des Kreises liegen Anmeldungen für Sonderbusfahrten vor. Es wird am Karfreitag lebhaft in den Helmstedter Straßen zugehen. Im Bötschenberger-Vorspiel treffen sich die Jugend-Städte-Mannschaften aus Helmstedt und Schöningen. Kraftverkehrsgesellschaft und Bundesbahn richten vom Helmstedter Stadtmittelpunkt aus einen verstärkten Sonderverkehr zum Bötschenberg ein. Erwerbslose, Schwerbeschädigte und Rentner erhalten an der Platzkasse bei Vorzeigen ihrer Ausweise Eintrittskarten zu ermäßigten Preisen.

Quelle: Braunschweiger Zeitung

Drucken E-Mail

  • 1
  • 2