Trikotspende in den Kongo

Sport verbindet - über Grenzen und manchmal sogar über Kontinente hinweg. Das bewies nun einmal mehr eine spontane Spendenaktion des Pfarrbüros St. Ludgeri mit dem Helmstedter Sportverein. Dieser wurde im Juni vom Pfarrbüro St. Ludgeri angesprochen, ob die Fußballer nicht bereit wären, Trikots für kongolesische Fußballer zu spenden. Auf die Bitte hin musste Karl-Heinz Talke von der Fußballabteilung nicht lange nachdenken und sammelte nicht mehr benötigte Trikotsätze zusammen und übergab diese Pfarrer Julius Kafuti vor seiner Reise nach Zentralafrika in die demokratische Republik Kongo. „Die Menschen dort sind fußballverrückt“, berichtet Pfarrer Kafuti. „Jede Schule, jedes Dorf dort hat eine eigene Fußballmannschaft, die regelmäßig gegen einander antreten.“ Doch an Trikots oder an Fußballschuhe fehlt es den Teams, denn beides ist viel zu teuer. Nur hin und wieder könne sich eine Mannschaft mal ein paar neue Trikots von minderer Qualität kaufen, berichtet Kafuti, aber die würden nie lange halten. Da an neue Fußballschuhe erst gar nicht zu denken sei, würden die Fußballer barfuß spiele. „Aus diesem Grund sammele ich seit Jahren in Deutschland Fußballtrikots und übergebe sie vor Ort verschiedenen Mannschaften, vor allem an Schulen." Die Trikots des Helmstedter Sportvereins gingen jetzt an die Fußballer und ihren Betreuer Ernest Muyaya im Armenviertel Kikwit 3 in der Bischofsstadt Kikwit, welche über 500 Kilometer östlich der Hauptstadt Kinshasas liegt. „Die Mannschaft ist begeistert von ihren neuen Trikots", berichtet Kafuti. Besonders beeindruckt zeigte sich Kafuti vom Engagements Muyaya, der ehemalige Lehrer kümmere sich nicht nur um das fußballerische Können der Mannschaft, sondern sei dabei, ein kleines Internetcafé im Armenviertel für die jungen Menschen aufzubauen.

Pfarrer Kafuti bedankte sich beim Helmstedter Sportverein, dass dieser sich so spontan bereit erklärt hatte, Trikots zu spenden. Doch wie bereits erwähnt, fehlt es den jungen Fußballern auch an Schuhen. Wer noch welche im Schrank hat, die vielleicht nicht mehr passen, aber durchaus noch zu tragen wären, Pfarrer Kafuti wäre über jedes gespendete Schuhpaar dankbar. Oder aber Sie/ihr habt noch einen alten PC, der zwar langsam ist, aber noch funktioniert, auch den würde Pfarrer Kafuti entgegennehmen und Ernest Muyaya in Kikwit für das Internetcafé zukommen lassen. Einfach in der Geschäftsstelle des HSV oder im Pfarrbüro St. Ludgeri melden.

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